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Horizontale Politikfelder

NORMAPME nimmt durch technische Experten am Normungsprozess teil und legt darüber hinaus laufend konstruktive Vorschläge vor, um die Schaffung eines KMU-freundlicheren Normungssystems zu erreichen. Hier eine Übersicht über unsere aktuellen Vorschläge (hauptsächlich in Verbindung mit dem Normenpaket, das die Europäische Kommission im Juni 2011 vorgelegt hat):

  • Integration des Prinizips der Ausgewogenheit unter den Interessenvertretern neben den WTO-Grundsätzen (Transparenz, Offenheit, Unparteilichkeit, Konsens, Effizienz, Relevanz und Konsistenz) in den Rechtsrahmen. 
  • Einrichtung eines beschleunigten Beschwerdeverfahrens für den Fall, dass eine bzw. mehrere Kategorien von Interessenvertretern überrepräsentiert ist bzw. sind. 
  • Stimmrechte für KMU-Vertreter in den Technischen Ausschüssen und Lenkungsausschüssen
  • Bottom-Up-Ansatz: Vorherige Bewertung der Marktrelevanz neuer Normungsprojekte. Neue Dienstleistungsnormen nur dann akzeptieren, wenn Bedarf am Markt besteht. 
  • Verhinderung eines Normen-Wildwuchses: Europäische Mandate sollten sich für Normen einsetzen, die speziell für ein Produkt/eine Dienstleistung gelten, statt für horizontale Normen, die auf viele Produkte/Dienstleistungen anwendbar sind.  Wenn neue politische Ziele vorgestellt werden, sollte die Überarbeitung einer existierenden Norm und nicht das Erarbeiten einer neuen Norm angestrebt werden. 
  • Billigung von Spezifikationen von Foren oder Vereinigungen durch eine hochrangige Plattform, die alle relevanten Interessenvertreter einschließt und wo KMU-Repräsentanten gemäß ihres globalen Marktanteils eine Rolle spielen könnten.
  • Garantie vereinfachter Verfahren zur CE-Kennzeichnung für Kleinserienfertigung durch die Akkreditierungs- und Konformitätsbewertungssysteme unter EU-Recht. Konformitätsbewertungsverfahren sollten im Verhältnis zur Größe des Unternehmens stehen.
  • Bereitstellung von Bündeln von Normen für KMU zu reduzierten Gebühren. Zusammenfassungen von Normen sollten von nationalen und europäischen Normungsorganisationen (NSOs und ESOs) kostenlos zur Verfügung gestellt werden. 
  • Bereitstellung verständlicher Leitfäden und Schulungen für KMU-Normungsexperten durch gemeinsame Maßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene mit ausreichender Finanzierung.
  • Bereitstellung von politischer und finanzieller Unterstützung für europäischen Verbände, die KMU in der Normung repräsentieren.

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