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01-09-2011

Normungspaket und neue Medien – NORMAPME Expertentreffen bei EFTA

Die NORMAPME Experten stellen den Kern von NORMAPME’s Arbeit dar – dies wurde bei der NORMAPME Expertensitzung am 22. Juni in den Räumlichkeiten von EFTA in Brüssel einmal mehr bestätigt. Die Diskussionen konzentrierten sich auf das kürzlich vorgestellte Normungspaket, sowie auf neue Medien und den Zugang zu Dokumenten. NORMAPME war sehr erfreut, die externen Sprecher Tore N. Thomassen von EFTA, Andrea Gulasci und Joelle Collaers von CEN/CENELEC sowie Renate Weissenhorn von der Europäischen Kommission begrüßen zu können.  

Das Normungspaket – keine Revolution, sondern eine Evolution 

Die Vorsitzende der Normungsabteilung der Generaldirektion Unternehmen und Industrie Renate Weissenhorn präsentierte eine Übersicht über das Normungspaket, das am 1. Juni 2011 von der Europäischen Kommission vorgestellt wurde. 

Für Renate Weissenhorn ist die wichtigste Veränderung eine strategische: In der Vergangenheit wurde die Normung als Mittel betrachtet, um den Binnenmarkt zu verwirklichen. Nun stehen jedoch Wettbewerbsfähigkeit und Innovation im Zentrum der neuen Strategie, welche die EU zu einem stärkeren und wettbewerbsfähigeren Block machen soll. Frau Weissenhorn bestätigte die Rolle von NORMAPME, als sie sagte, dass die “Teilnahme von KMU-Experten in den technischen Ausschüssen wirkliche grundlegend sei“. 

Die Möglichkeit einer Vergabe von Stimmrechten an die KMU und gesellschaftliche Akteure im europäischen Normungsprozess (momentan nicht in dem Vorschlag der Kommission enthalten) wurde von einigen NORMAPME Experten angesprochen. Stimmrechte könnten in „Ausnahmesituationen“ äußerst hilfreich sein, wenn zum Beispiel bestimmte Normen für KMU absolut unmöglich sind. Des Weiteren könnten (symbolische) Stimmrechte auch zu mehr Transparenz führen, da die Arbeit des KMU-Vertreters dadurch für die Europäische Kommission sichtbar wird. 

Frau Weissenhorn bestätigte, dass einige Bereiche bezüglich des neuen Normungsrahmens noch genauer untersucht werden müssen, und da es sich eher um eine anhaltende “Evolution statt Revolution” handelt, können sich die Dinge noch ändern, bevor es zu einem Gesetzesdokument kommt. Der Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucher (IMCO) des Europäischen Parlamentes beginnt derzeit am Vorschlag der Kommission zu arbeiten. 

Zusammenarbeit mit EFTA und neue Webseiten von NORMAPME und CEN/CENELEC 

Nach der Vorstellung des leitenden Angestellten für Normung Tore N. Thomassen, welcher die unterstützende Zusammenarbeit von EFTA mit NORMAPME erklärte, konzentrierte sich der Morgen stark auf neue Technologien: NORMAPME präsentierte das eigene Extranet und das Design der neuen Webseite normapme.eu, die bald im Netz sein wird. 

Joelle Colaers und Andreea Gulacsi vom CEN-CENELEC Management Center präsentierten Onlinetools für den Zugang zu CEN und CENELEC Informationen. Sie kündigten auch an, dass CEN und CENELEC in den kommenden Monaten mit einer neuen Seite online gehen werden, welche Informationen über alle gemeinsamen Themen von CEN und CENELEC bereitstellt (z.B. Themen für KMU) Die jetzigen Webseiten von CEN und CENELEC werden weiterhin zur Verfügung stehen.  

Es ging bei den Diskussionen auch um kritische Punkte, z.B. dass der Zugang zu Informationen nicht immer reibungslos garantiert ist, oder dass es schwer ist, die KMU zu Beiträgen zu bewegen, aufgrund deren Mangel an Ressourcen und mangels Bewusstsein bezüglich Themen im Bereich Normung. 

Es gibt sicherlich viele Aufgaben, die in Zukunft angegangen werden müssen, aber wie Generalsekretär Klaus Yongden Tillmann abschließend betonte, handelt es sich dabei um einen „permanenten Prozess besser zu werden“, und dies ist etwas, was nur in Zusammenarbeit mit allen involvierten Akteuren bewältigt werden kann.   

Weitere Informationen:

www.efta.int

www.cen.eu

http://ec.europa.eu/enterprise/policies/european-standards/standardisation-policy/index_en.htm

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